Plädoyer für neue Offenheit

aus den Heimatnachrichten vom 28.10.2009/ Schwalm-Eder-Kreis:

Plädoyer für neue Offenheit

Lokale Unternehmen präsentieren zum ersten Mal ihr Angebot auf der Kindermesse in Felsberg – wir sprachen darüber mit Elisabeth Schott vom Memory Lern-Team

Von ANDREAS BERNHARD

Felsberg. Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit: Unter dem Titel „Kinder, Kinder – alles rund um ‘s Kind“ veranstaltet das Lokale Bündnis für Familien aus Felsberg eine Messe in der sich alles um den Nachwuchs dreht.  In der Drei-Burgen-Schule präsentieren sich Institutionen und Vereine mit ihrem Angebot für die Kleinen. Los geht’s um 11.30 Uhr. Abgerundet wird das Programm von Theateraufführungen, Chor-Auftritten, orientalischem Tanz und einem Gitarrenworkshop mit Axel Nowatzki.

Zum ersten Mal dabei sind auch lokale Unternehmen. Zu diesem Thema sprachen die Heimat-Nachrichten mit der Diplom Sozialpädagogin und  Lerntherapeutin Elisabeth Schott, derzeit Leiterin des Memory Lern-Teams in Felsberg:

Frau Schott, zum ersten Mal beteiligen sich auch Felsberger Unternehmen an der Aktion "Kinder, Kinder - alles rund um's Kind" in der Drei-Burgen-Schule. Wie kam es dazu?

Inge Koch, die Kinder- und Frauenbeauftragte der Stadt Felsberg, hat im Rahmen des Lokalen Bündnisses für Familien zum ersten Mal auch die gewerblichen Anbieter, die im Schwerpunkt für Kinder arbeiten, eingeladen, weil es allen Anbietern, Vereinen und der Stadt ein großes Bedürfnis ist das Netzwerk für Kinder hier im Schwalm-Eder-Kreis so dicht wie möglich zu stricken. Erreicht werden soll, dass sich Eltern bei einem Hilfebedarf für Ihre Kind schnellstmöglich informieren und handeln können. Ich denke ein Ziel ist hierbei sicherlich auch die größtmögliche Kompetenz für die Arbeit mit Kindern innerhalb eines Ortes zu erreichen.

Warum ist die Beteiligung von Unternehmen wie dem von Ihnen geleiteten Memory Lern-Team so wichtig?

Weil unser oberstes Prinzip in der Arbeit die schnelle und kompetente Hilfe für das Kind und die Familie ist und der Vernetzungsgedanke ganz meinem Engagement hier vor Ort entspricht. Dies funktioniert nur in einem gut aufgebauten Netzwerk, welches die Priorität hat ein Miteinander zu gestalten. Die Ellenbogenmentalität der letzten Jahrzente hat unserer Gesellschaft doch nur geschadet. Wir kooperieren auch schon mit anderen Anbietern, Vereinen und Schulen sowie Kindergärten.

Warum hat es so lange gedauert, bis eine solche Kooperation möglich war?

Ich vermute, das hat sicherlich auch viel damit zu tun, dass die Offenheit oder Notwendigkeit der Veranstalter zu der Zeit noch nicht da war. Es gab aber wohl auch politische Gründe. Ich denke nun ist es an der Zeit zu sehen, dass die gewerblichen Anbieter auch die Finanzgeber unserer Zeit sind und eine Stadt beleben. Die Finanzkrise hat sicherlich auch viel verdeutlicht.Deshalb ist es auch so wichtig alle miteinander zu arbeiten und nicht aus diffusen Ängsten sich zu distanzieren oder sich aus Grundsätzen heraus für die kompetentere oder bessere Einrichtung zu halten, nur weil man städtisch oder staatlich ist oder im schlimmsten Fall noch Billigangebote aus dem Internet zu bewerben.Letztendlich ziehen wir alle am gleichen Strang. Wir wollen den Kindern bestmöglich Hilfe anbieten, da bin ich mir ganz sicher, und außer den Ehrenamtlichen arbeiten alle für ihr eigenes Brot.

Gibt es denn aus Ihrer Sicht noch weitere Möglichenkeiten für sinnvolle Kooperation zwischen städtischen Institutionen und der privaten Wirtschaft?

Ja auf alle Fälle, wir machen schon lange konzeptionelle Angebote, die in den Kindergärten, in den Schülerbetreuungen, in den Schulen genutzt werden könnten, aber bisher auf wenig Ressonanz stießen. Es braucht hier sicherlich noch eine größere Bereitschaft sich zu öffnen und sich dafür zu verändern.  In der Wirtschaft sind meistens sehr kreative Menschen aktiv, da diese schon so lange auf dem offenen Markt bestehen. Hier kann sicherlich die öffentliche Institution in der Zusammenarbeit mit den wirtschaftlichen Unternehmen noch viel gewinnen.

Frau Schott, wir danken für das Gespräch.

 

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